Frau mit eingezeichneten Linien im Gesicht

Straffe Haut durch Nadel und Faden? – Das Fadenlifting

Lesezeit: 5 Minuten

Fadenlifting

Mit Nadel und Faden das Gesicht wieder straff ziehen?
Das Fadenlifting, auch Silhouette Soft® Lifting genannt, klingt anfangs, ähnlich wie auch das Vampirlifting, etwas gewöhnungsbedürftig bzw. für den ein oder anderen ziemlich schmerzhaft. Aber was verbirgt sich wirklich hinter der neuen Alternative zum operativen Facelift?

Was verspricht Fadenlifting?

Behandlung von:

  • Falten: Gesichts- und Mimikfalten, am Hals und Dekolleté
  • Cellulite
  • Dehnungsstreifen (z.B. durch Schwangerschaft oder starken Gewichtsverlust )

Weiterhin wirbt die Behandlungsmethode mit:

  • Anhebung der Augenbrauen
  • Mehr Volumen für Wangen und Gesichtskonturen
  • Straffe, frische Haut nicht nur im Gesicht, sondern auch an Oberschenkeln, Bauch, Po und Oberarmen

Technik

Aufbau der Haut mit eingesetzten Fäden

Kurze Vorabinfo:
Bei dem Fadenlift werden zwei wichtige Arten von Fäden unterschieden:
Den Polydioxanon-Faden (PDO-Faden) und den Polymilchsäure-Faden (PLA-Faden).
Der PLA-Faden sorgt mit seinen kleinen Widerhacken, die sich auf der Oberfläche des Fadens befinden, für eine Volumenauffüllung, weil durch die Fadenstruktur die körpereigene Kollagensynthese angekurbelt wird. Diese Faden-Art sorgt damit vor allem im Bereich der Gesichtskonturen und des Halses für eine straffe und jugendlich aussehende Haut. Dem PDO-Faden hingegen fehlen die erwähnten Wiederhacken. Bei dessen Einsatz konzentriert man sich vor allem auf die Straffung des zu behandelnden Hautbereichs. Der PDO-Faden wirkt daher sehr gut bei feinen Mimik-Falten und kleinen Knautschfalten im Dekolleté.

Die verschiedenen Fäden werden unter lokaler Betäubung mit Hilfe einer dünnen Nadel mit einer bestimmten Technik in das Unterhautgewebe eingesetzt. Nachdem die Nadel entfernt wurde und die – abhängig vom Umfang – 30 bis 90-minütige Behandlung abgeschlossen ist, müssen die eingesetzten Fäden nicht mehr entfernt werden. Die Fäden lösen sich im Laufe der Zeit von alleine auf. PDO-Fäden benötigen dafür ca. 12 Monate, PLA-Fäden bis zu 18 Monate.

Noch genauer auf die verschiedenen Einsatztechniken der Fäden einzugehen, würde den Rahmen des Artikels sprengen, aber wenn du interessiert bist Genaueres darüber zu erfahren, dann lass es mich in den Kommentaren wissen.

Portrait von Frau mit eingezeichneten Linien im Gesicht

Vorteile

  • Behandlung erfolgt ambulant mit lokaler Betäubung
  • Man hat eine kurze Ausfallzeit, am Tag danach kann man sich wieder wie gewohnt schminken
  • Schonende Methode ohne Skalpell, wodurch keine Narben entstehen
  • Ergebnis hält ganze 2-3 Jahre an (viel länger als bei den meisten anderen Gesichtsbehandlungsmethoden)

Nachteile

  • Allergien bzw. Unverträglichkeiten gegenüber dem Fadenmaterial
  • Gewisse, wenn auch geringe Nebenwirkungen wie: Infektionsrisiko, leichte Schwellungen und Blutergüsse
  • Nach ca. 3-5 Tagen sind Patienten wieder ,,salonfähig‘‘ (Fäden können eventuell ein paar Tage unter der Haut hervorschimmern)
  • 1-2 Tage nach der Behandlung sollten Patienten überschwängliche Mimik-Bewegungen vermeiden (→Mögliche Einschränkungen im Alltag)

Auch hier ist es erforderlich, dass der Patient frei von bestimmten Autoimmunerkrankungen, Wundheilungs- und Gerinnungsstörungen, als auch Hauterkrankungen (z.B. Neurodermitis oder andere entzündliche Hauterkrankungen) ist. Darüber hinaus wird die Methode nicht während der Schwangerschaft und der Stillzeit und nur bei volljährigen Patienten angewandt.
Folglich sollte man sich immer vorher von einem Facharzt beraten lassen, bevor man sich der Behandlung unterzieht.

Fazit

Das Fadenlifting ist somit meiner Meinung nach eine gute Alternative, wenn man sich nicht gerne operieren lässt wie beim klassischen Facelift.
Zwar hatte ich bei den Nachteilen mögliche Reaktionen auf das Fadenmaterial angesprochen, aber darüber muss man sich in der Regel keine Sorgen machen. Die eingesetzten Materialien sind biokompatibel. Dies bedeutet, dass sie speziell auf den menschlichen Körper angepasst werden und deshalb gut verträglich sind. Es kann natürlich immer vorkommen, dass jemand auf das Material reagiert – insgesamt handelt es sich aber um eine sichere und komplikationsarme Methode der Haut mehr Straffheit und Frische zu verleihen.

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