Mann und Frau joggen auf Brücke

Darum ist Sport die beste Medizin

Sport als Herz-Kreislauf-Stärker

Sport stärkt dein Herz-Kreislaufsystem in so vielfältiger Weise.
Der Grund dahinter ist relativ simpel: Deine Muskeln und Organe wollen beim Sport vermehrt mit sauerstoff- und nährstoffreichem Blut versorgt werden. Deshalb muss sich dein Körper an die neue Situation adaptieren und setzt dafür alle Hebel in Gang.
Die Fließeigenschaften des Blutes werden verbessert und das Herz vergrößert sich, um die großen Blutmengen problemlos zu bewältigen.
Dabei haben die verschiedenen Trainingsformen unterschiedliche Auswirkungen auf den Größenzuwachs des Herzens. Beim Krafttraining vergrößert sich ausschließlich die linke Herzkammer und beim Ausdauersport vergrößern sich beide Kammern. Davon abgesehen erweitern sich auch die Koronargefäße – das sind die Gefäße, die sich ausschließlich um die Blutversorgung des Herzens kümmern-, was wiederum präventiv einem Herzinfarkt entgegen wirkt.
Aber nicht nur dadurch lässt sich dein kardiovaskuläres Risikos senken, sondern auch weil durch Sport das ‚,gute‘‘ Cholesterin (HDL) ansteigt und dein ,,schlechtes‘‘ Cholesterin (LDL) sinkt.
Damit wirkt Sport auch der Entstehung von Gefäßablagerungen entgegen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass Sport vor allem den systolischen Blutdruck senkt. Das haben Forscher in einer Studie herausgefunden und kamen zu der Ansicht, dass Sport in entsprechender Intensität und ausreichender Wiederholung ähnlich gut wirkt wie ein Bluthochdruck-Medikament. Damit will ich jetzt nicht sagen, dass du ab sofort komplett auf deine Hypertensiv-Tabletten verzichten kannst. Das sollte wirklich immer (!) in Absprache mit deinem Hausarzt geschehen und ist ganz davon abhängig wie dein Ausgangsblutdruck ist. Aber Sport ist auf jeden Fall immer eine gute ergänzende und teilweise auch ersetzende Alternative, ganz ohne Nebenwirkungen.

Öberkörper in Röntgensicht mit sichtbaren Gefäßen

Sport als Osteoporoseschutz

Durch regelmäßige Trainingseinheiten verbesserst du nicht nur deine Koordination, sondern auch deine Knochendichte. Die Knochen sind über Sehnen mit den Muskeln verbunden. Und wenn du beim Trainieren deine Muskeln beanspruchst, gibt das auch gleichzeitig Reize an deine Knochen. Dies führt dazu, dass du ein stabiles Knochengerüst entwickelst, das bestens auf den Zugreiz durch die Sehnen antworten kann. Jetzt mag das für dich noch nicht so bedeutend sein, aber glaub mir im Alter ist es umso mehr wert, wenn du stabile, gut erhaltene Knochen und ein gutes Gleichgewicht hast. das kann dir so manche Knochenbrüche im Alter ersparen.

Sport als Glücklichmacher

Durch regelmäßige Workouts kann dein Körper nicht nur Unebenheiten beim Gehen ausgleichen, sondern bessert auch dein ‘seelisches Gleichgewicht‘.
Durch Sport schüttet der Körper nämlich Endorphine aus. Diese Moleküle haben eine Morphin-ähnliche Struktur und sorgen dafür, dass du in einen euphorisierten Zustand kommst, also glücklich und entspannt bist. Aber auch andere Hormone, wie Dopamin, Serotonin und Adrenalin sind dabei wichtige Komponenten.
Außerdem steigert regelmäßiger Sport dein Selbstwertgefühl und pusht dein Selbstbewusstsein. Denn gesetzte Ziele im Training zu erreichen gibt einfach ein unfassbar gutes Gefühl.
In einer Metaanalyse aus dem Jahr 2016 hat man herausgefunden, dass sportliche Betätigung depressive Verstimmungen verbessern und teilweise sogar verhindern kann. Aber Sport kann nicht nur als Antidepressivum dienen, sondern auch Ängste und Stress reduzieren. Somit hast du ein besseres ‘seelisches Gleichgewicht‘, das dir hilft leichter mit schwierigen Situationen umzugehen.

Mann sitzt am Schreibtisch auf der Arbeit und lächelt in entspannter Pose

Sport zur Krebsvorbeugung

Diesen Aspekt macht sogar den größten Sportmuffel hellhörig.
Denn Sport verringert bei Frauen das Risiko an Brustkrebs zu erkranken um ein Drittel, wenn sie nach der Menopause sportlich aktiv sind bzw. bleiben. Darüber hinaus wirkt Sport primär präventiv bei Bauchspeicheldrüsen-, Brust-, Darm-, Prostata-, und Lungenkrebs. Selbst wenn du schon an Krebs erkrankt sein solltest, hilft dir körperliche Aktivität dabei einige Nebenwirkungen von Chemo-Medikamenten, wie depressive Verstimmungen oder Schlafstörungen wieder besser in den Griff zu bekommen.

Sport als Lebensqualitätbooster

Sport gibt mehr Vitalität und Lebensqualität, das ist an sich nichts mehr Neues.
Aber was bedeutet mehr Lebensqualität jetzt genau für mich, vor allem im Alter?!
Abgesehen davon, dass man sich einfach aktiv und frisch fühlt, verringert regelmäßiges Trainieren das Risiko für einen Schlaganfall, als auch an einer Demenz zu erkranken. Demenz ist ein wirklich wichtiges Thema, dass vor allem bei älteren Menschen zur Volkskrankheit wurde. Sobald man die 65er Marke überschritten hat, ist im Schnitt heutzutage fast jeder dritte Mann und fast jeden zweite Frau betroffen! Meiner Meinung nach sind das erschreckende Zahlen. Deshalb ist es so wichtig sich auch bis ins hohe Alter fit zu halten. Denn durch Sport wird das Gehirn besser mit sauerstoffreichem Blut versorgt, sodass der Verlust des Scharfsinns und der Merkfähigkeit vorgebeugt wird.

Ältere Frau und Mann machen Yoga auf der Wiese

Sport als Immunstärker

Trainingseinheiten wie Joggen, Radfahren oder Schwimmen geben deinem Körper einen richtigen Immunsystem-Boost und machen ihn widerstandfähiger gegenüber Bakterien bzw. Viren.
Denn durch Sport werden deine natürlichen Killerzellen, die eine entscheidende Rolle in der zellulären Immunabwehr vor allem gegen Bakterien und Viren spielen, vermehrt aktiviert. Dadurch ist dein Körper in besserer Bereitschaft, wenn ihm solche Krankheitserreger begegnen.
Darüber hinaus wird durch die Bewegung deine Lymphflüssigkeit besser in den Lymphbahnen abtransportiert. Das ist sehr wichtig, damit die Erreger frühzeitig über die Lymphbahnen den Lymphknoten zugeführt werden, wo die Immunzellen sie dann bekämpfen können.

ACHTUNG: Sport dient nicht als Erkältungsmittel-Ersatz. Es ist sehr wichtig, dass wenn du krank bzw. erkältet bist, du deinem Körper genügend Ruhe gibst und auf Sport verzichtest bis du wieder komplett fit bist. Es bringt nichts, zu früh wieder mit dem Trainingsplan anzufangen, weil sich dann die Erkältung nur weiter nach hinten rauszögert. Außerdem läuft man dadurch Gefahr, eine Myokarditis zu entwickeln, die im schlimmsten Fall tödlich enden kann.

Fazit

Eigentlich braucht man zum Fazit nicht mehr viel sagen. Ich denke die Punkte sprechen für sich und die logische Schlussfolgerung ist damit klar.
Jedoch finde ich es schön, sich diese Benefits ab und zu mal wieder ins Gedächtnis zu rufen, vor allem wenn man ein bisschen Motivation braucht. Egal ob als Betablocker-Ergänzung, Muntermacher oder als Antidepressivum-Ersatz – Sport ist einfach so unglaublich vielseitig, hat so viele positive Wirkungen auf deinen Körper, und das ganz ohne lästige Nebenwirkungen!

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